Johanniskirche
Johanniskirche, die Kirche "außer Dienst"
Ein ungewöhnlicher Ort. Die umfunktionierte Kirche ist jetzt ein Kolumbarium. Im Inneren der Kirche stehen Urnenwände und fungieren so als außergewöhnlicher Friedhof. Ein interessanter Ort, mit einem "unendlichen Raum", ist zur Besichtigung offen.
Historisches
Die Anfänge der Johanniskirche reichen ins Jahr 1786 zurück. Damals wurde im Vorgängerbau, eine strohgedeckte Scheune (Tente), ein erster Gottesdienst von den Lutheranern gefeiert. Der Grundstein des heutigen Kirchengebäudes wurde 1836 gelegt. Sie war als Pfarrkirche der damaligen Lutherischen Gemeinde vorgesehen und wurde im Oktober 1837 eingeweiht. Pastor Johann Heinrich Zilles hatte schon 1828 mit den Planungen zum Bau einer eigenen Kirche für die Gemeinde begonnen. Aus der alten Tente wurde noch die Orgel übernommen, die jedoch im Jahr 1857 durch eine größere, gebaut von Adolf Ibach, ersetzt wurde.
Im Jahr 1900 schlossen sich in Hückeswagen die reformierte und die lutherische Kirchengemeinde auf Druck der preußischen Regierung zu einer unierten Gemeinde zusammen. Hierdurch wurde die Johanniskirche neben der Pauluskirche zur zweiten Pfarrkirche der fusionierten Evangelischen Kirchengemeinde und wurde durch ihre Nähe zum Friedhof häufig für Trauerfeiern benutzt. Dies führte in der Folge zu hohen finanziellen Belastungen, was Auswirkungen bis in die Gegenwart hat.
Über dem Hauptportal prangt in großen Lettern die Inschrift: „Gott allein die Ehre“, was in seiner lateinischen Form „Soli Deo Gloria“ die letzte Zeile vieler mittelalterlicher Texte war und später auch von Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel als Zeichen eines Gotteslobes verwendet wurde.
Zwischen 1978 und 1980 wurde eine grundlegende Restaurierung vorgenommen. 1999 wurde der Turm saniert, da er akut einsturzgefährdet war.
Kolumbarium
Im Frühjahr 2012 wurde die Johanniskirche in ein Kolumbarium umgewandelt und ist seitdem offiziell ein Friedhof.
[Quelle https://www.1a-region.de/]
Karte
Informationen
Kölnerstraße
42499 Hückeswagen

